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Das züchterische Jahres-Highlight:
Zentrale Stuteneintragung
in Mainburg
ein Bericht von Dörte Maier-Steuermann
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Ergebnisse
Bilderbogen |
Am 19. Juni war es wieder so weit: Der Trakehner Zuchtbezirk Bayern lud zur zentralen Stuteneintragung in die Reitanlage Ried bei Mainburg. Ein herzliches Dankeschön ging von Seiten des Zuchtbezirks-Vorsitzenden Dr. Lutz Schubert dabei nicht nur an die vielen fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen, sondern auch an Familie Kreitmeier, die ihre wunderschöne Anlage in Ried wieder ein Wochenende lang ins Zeichen der Trakehner Elchschaufel stellten.
Insgesamt zwölf dreijährige und acht vierjährige und ältere Stuten stellten sich dem kritischen Urteil der Richter rund um Zuchtleiter Lars Gehrmann. Zwei weitere Stuten kamen zur Umbewertung. Hochrangiger Gast in Mainburg war Dr. Hartwig Tewes, Zuchtleiter des Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter, der gleich vier Mal die Staatsprämienanwartschaft vergeben konnte.
Die Stuten waren durchweg schön herausgebracht und wurden von ihren Vorführern gut präsentiert. Altersunterschied und Intensität der Vorbereitung der Stuten machten sich vor allem beim Freilaufen am Vormittag bemerkbar: Gefielen einige Dreijährige durch eine erstaunliche Reife und Abgeklärtheit, so wirkte manche junge Stute noch sehr „grün“ und zeigte sich noch sehr beeindruckt von der ungewohnten Umgebung. Das Angebot, die Stuten auch beim Freispringen zu zeigen, wurde leider nur vier Mal angenommen.
Herausragende Stuten
Siegerstute La Floress, eine Rappstute v. Ovaro aus der La Success v. E.H. Sixtus, überzeugte die Kommission durch ihren edlen Chic und einen herausragenden Trab mit viel Knieaktion bei aktivem Hinterbein. Auch der Schritt gehörte mit zum Besten, was an diesem Tag zu sehen war. Zuchtleiter Lars Gehrmann betonte die schöne Selbsthaltung der Stute, die „noch viel Entwicklung vor sich hat“. Mit Insgesamt 55,5 Punkten wurde La Floress (Z. u. B.: Dr. Sabine Prager-Kaiser) eingetragen, was sie zur Anwärterin auf die Verbands- und die Staatsprämie macht.
Die Besitzerin der ersten Reservesiegerstute, Frau Luisa Klein aus Weyarn, konnte sich gleich doppelt freuen: Beide Stuten, die sie mitgebracht hatte, zeigten sich auf ihre Weise überdurchschnittlich. Riccoletta v. E.H. Caprimond u.d. Royalty v. Handryk (Z: ZG Tietjen-Schössler), die sie auf der letztjährigen Auktion in Neumünster entdeckte, stand der Siegerstute nur 0,5 Punkte nach. Damit ist die Dunkelbraune, deren Adel, Ausdruck und Bergauf besonders gelobt wurde, ebenfalls Anwärterin auf die Verbands- und Staatsprämie. Die zweite Dreijährige aus dem Hause Klein, die im Vielseitigkeitstyp stehende Halbblüterin Olympiana v. Favoritas xx u.d. PrSt. Odessa XII v. E.H. Friedensfürst, war beste Springstute des Tages und zeigte einen überragenden Galopp, der der Kommission 8,5 Punkte wert war. Mit insgesamt 53 Punkten ist auch Olympiana eine Anwärterin auf die Verbandsprämie.
Mit ihrer Reife und Abgeklärtheit konnte die zweite Reservesiegerin, die Dunkelbraune Strandrose (B.: Dr. Günter Rehling), das Publikum begeistern. In der Beurteilung der bewegungsstarken Herzensdieb-Tochter (a.d. Stradivari II v. Kostolany), die hervorragend herausgebracht war, hob Lars Gehrmann besonders die Formschönheit und gute Dreiteilung des Körpers hervor. Dass sie nicht nur Dressurpotenzial mitbringt, stellte die selbstbewusste Dreijährige auch noch unter Beweis: Trotz heftiger Gegenwehr der Peitschenführer absolvierte sie ein paar Sprünge in der Sprunggasse, was ihr einen Sonderapplaus einbrachte. Mit 54,5 Punkten und der am Vortag hervorragend absolvierten Stutenleistungsprüfung konnte die aus der Zucht von Frau Roswitha Kottmann stammende Strandrose ihre Verbandsprämie gleich mit nach Hause nehmen und sich zudem die Anwartschaft auf die Staatsprämie sichern.
Die beste Typnote des Tages bekam mit der 9 die braune Lupken v. Herzensdieb u.d. Lugowen v. Inster Graditz, eine mütterliche Halb- bzw. Vollschwester der gekörten Hengste Lowelas und Laxdoyen. Die von ihrem Besitzer Dr. Andreas Wezel vorgeführte Stute bestach durch Adel und Ausdruck sowie großzügige Körperpartien und einen hervorragenden Trab. 54 Punkte machen auch sie zur Prämienanwärterin.
Mit viel Ehre überhäuft wurde die fünfjährige Killiera v. Grafenstolz u.d. Maniera xx v. Motley xx: Sie war mit 53,5 Punkten die am besten bewertete Halbblutstute, was ihrem Züchter und Besitzer, Herrn Peter Wagner, einen Ehrenpreis einbrachte. Außerdem bekam die braune Stute, die durch geschlossenen Körperbau, Bewegungspotential und Coolness auffiel, die Verbandsprämie und die Staatsprämienanwartschaft. „Ein solches Pferd wünscht man sich in der Zucht“ lobte Dr. Tewes die Stute, die auch am Sprung einen guten Eindruck machte.
Beste bei den vierjährigen und älteren Stuten war die 2007 geborene Gribaldi-Tochter Carla (a.d. Cinderella VIII v. Spirding, Z.: Bernd-Uwe Hildebrandt). Die schicke Rappstute beeindruckte durch ihr aktives Hinterbein und ihren großrahmigen, harmonischen Körperbau. Besitzer Alois Liegl kann sich über eine Schrittnote von 8,0 und ein Trab mit 8,5 freuen, insgesamt 54 Punkte machen Carla zur Anwärterin auf die Verbandsprämie.
Auch die beiden zur Umbewertung angereisten Stuten haben ihren Weg nicht umsonst gemacht: Karied II von Grafenstolz u.d. StPrPrSt. Kaharied v. E.H. Hohenstein (Z.: Georg Leicht, B.: Barbara Mechler) wurde mit hervorragenden 55 Punkten bewertet und darf sich nun Prämienanwärterin nennen. Auch die fünfjährige Cammee aus der Zucht von Erin Raili, eine mütterliche Halbschwester zum gekörten Carel Deak und der Ia-Landesschau-Preisträgerin Catalina, hat die Hürde zur Prämienstute im wahrsten Sinne des Wortes genommen. Die imposante Donaufischer-Tochter (a.d. Calliope v. E.H. Arogno) bewährt sich nicht nur im Dressursport, sie macht auch einen gewaltigen Sprung. Mit 54 Punkten ist sie nun Prämienstute und empfiehlt sich als Doppelvererberin.
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