Im Alter von nur 74 Jahren starb am Wochenende Jürgen Hanke, Züchter, Förderer, Mentor und Ehrenmitglied des Trakehner Verbandes. Als Züchter setzte er sich ein bleibendes Denkmal mit dem Stempelhengst Caprimond, den Zuchtleiter Lars Gehrmann weiland als „Pythagoras der Neuzeit“ betitelte.

Unvergessen wird er als „Vater“ des Trakehner Bundesturniers bleiben. Und es gibt wohl kaum jemanden, dem das Herzblut und die Tatkraft von Jürgen Hanke für „sein“ BuTu entgangen sein dürfte. So mancher wird sich noch daran erinnern, dass Hanke persönlich – als die Stallzelte nach einem Unwetter unter Wasser standen – zur Schaufel griff und des nachts einen Graben zur Entwässerung zog.

Er hatte Visionen, aber ein Träumer war er sicher nicht – was immer er sich für das Bundesturnier vorstellen konnte, setzte er konsequent und mit allem Einsatz in die Tat um. Sein Lebenswerk, das heute nicht mehr aus dem Trakehner Geschehen wegzudenken wäre, wuchs Jahr für Jahr. Dank seiner Ideen, dank seiner engagierten Sponsoren-Akquise, dank seiner Motivation.

Jürgen Hanke hinterlässt in der Trakehner Familie und in seinem Zuchtbezirk Niedersachsen/Hannover eine große Lücke, die wohl kaum je zu füllen sein wird. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen engen Freunden …