Bereits zum 19. Mal lud der Trakehner Zuchtbezirk Westfalen in Anschluss der Frühjahrskörung zur großen Trakehner Hengstschau nach Münster-Handorf. Sie bietet den Züchtern schon traditionell einen informativen Blick auf viele Trakehner Hengste, die für die kommende Zuchtsaison in Frage kommen – und meist auch einen ersten Blick auf die Gekörten des vergangenen Hengstmarkt. In diesem Jahr nicht so stark besetzt wie üblich, konnten sich einige Hengste aus Bayern bestens in Szene setzen:

Der frisch anerkannte irische Blüter Mount Etna xx zeigte sich noch einmal unter Monika Mittermayer – er wird nach Stationen im Landgestüt Celle und bei der unvergessenen Dr. Ursula Mittermayer ab sofort im Natursprung in Bayern verfügbar sein, genauer gesagt: vom Trakehnerhof St. Vitus in Günzburg aus.

Mit High Five und First Sight zeigten sich „junge Hengste an der Longe“, die sich in bayerischem Besitz befinden bzw. aus bayerischer Zucht stammen – und sie wussten durchaus zu überzeugen. High Five v. St.Cyr/Summertime aus dem Stamm des Hohenstein, Vollbruder zum Reservesieger High Motion, war Prämienhengst der Körung 2016 und befindet sich im Besitz von Prof. Dr. Dr. A. Feller aus Bergen am Chiemsee. First Sight v. Lossow/EH Hibiskus stammt aus der Zucht des Trakehnerhofs St. Vitus in Günzburg und wurde im vergangenen Dezember anlässlich der Widerspruchskörung anerkannt.

Perpignan Noir v. Schwarzgold/EH Maizauber, umjubelter Siegerhengst der Körung 2015, zelebrierte in Münster-Handorf einen seiner seltenen öffentlichen Auftritte. Ralf Kornprobst stellte den schwarzen Enkel der beiden Dressurgrößen Imperio (Hubertus Schmidt, Olympia-Reservist 2016) und Maizauber (Christian Pläge, Inter I) altersgemäß vor und begeisterte damit das Publikum. Lars Gehrmann kommentierte die gewaltige Entwicklung hinsichtlich Rahmen und Bedeutung und hielt gleichzeitig fest, dass der Hengst dabei kein bisschen an Ausstrahlung, Format und Typklarheit eingebüßt hat. Perpignan Noir aus dem Besitz von Trakehner for life (Dominik Hartl und Karl Ochsner/Österreich) soll nach abgelegter Leistungsprüfung auf der Station Bachl in Postmünster zum Einsatz kommen – hier wird man ihn auch anlässlich des Züchtertreffens „Hengste im Training“ am 19. März noch einmal live unter dem Sattel sehen können.